Zwischen Glasoberfläche und umgebender Luft entsteht eine dünne Grenzschicht, in der sich Tau, Salzsprühnebel und Schwebstoffe sammeln. In regenreichen Nächten kühlt das Glas aus, Wasser kondensiert, und feine Partikel werden eingebettet. Diese feuchten Nischen verlängern die Benetzungszeit und unterstützen Biofilme. Wer Strömung, Neigungswinkel und Abtrocknungswege im Blick behält, reduziert die Lebenszeit nasskalter Inseln und bremst Grünguss sichtbar aus.
Algen vermehren sich rasant, sobald Wasser, Licht und ein Hauch Nährstoffe zusammenkommen. Flechten wachsen langsamer, haften jedoch hartnäckig, weil Pilz und Alge gemeinsam stabile Strukturen bilden. Sporen setzen sich bevorzugt an Rahmenkanten, Dichtungen und rauen Stellen fest. Sobald sich dort feuchte Depots bilden, entsteht ein widerstandsfähiger Teppich. Frühzeitige, sanfte Unterbrechung dieses Zyklus wirkt nachhaltiger als spätes, aggressives Schrubben.
All Rights Reserved.